Viel zu schnell verging die Zeit…

19. Juli 2008 – ein Tag, den die Mitglieder des Jugendfanfarenzugs Belzig nicht so schnell vergessen werden.
Es ging ins alljährliche Probenlager, um musikalisch noch reifer zu werden.
In diesem Jahr wurde in unserem Nachbarland Polen geprobt, genauer in Osrodek Wczasowy Komandor.
Die mehrstündige Busfahrt verbreitete mal wieder gute Laune, welche die Gedanken an den Vereinsvorsitzenden Burghardt Bothe, der sich kurz zuvor so schwer verletzte, sodass er nicht teilnehmen konnte, überdeckte.
Angekommen, hatten alle ihre Gedanken bei den Bungalows, in denen sie nun sieben Nächte schlafen sollten. Doch zu unserem Erstaunen waren sie in keinerlei Hinsicht mit denen aus dem letzten Jahr zu vergleichen, welche von der Marke Gartenlaube waren.
Begrüßt wurden wir- und das war auch notwendig- durch das Abendbrot. Die Busfahrt hatte doch ziemlich geschafft.
Anschließend, wie kann es auch anders sein, stimmte der Jugendfanfarenzug die ersten Töne an.
Bisher gelernte Titel wurden gespielt, um sich auf die kommenden Probentage vorzubereiten.
Und so kam es dann auch.
Es fanden wie gewohnt Nachwuchsproben statt, in denen der Nachwuchs-momentan leider etwas mau- mit ihren jeweiligen Nachwuchsleitern neue Titel einstudierten.
Als der Lagerleiter jedoch mit seinen wenigen Worten deutsch uns versuchte zu erklären, dass wir zu laut seien, suchten wir uns eine andere Ecke, in der wir ungestört proben konnten.
Bei den abendlichen Proben jedoch, merkten wir schnell wie sehr auch den anderen Urlaubern unsere Musik gefiel. Mit viel Beifall und einer großen Menschenschar wurde uns mal wieder gezeigt, dass selbst andere Kulturen- was man besonders beim Essen merkte- unsere Musik unterhaltsam finden.
Und so studierten wir in den täglichen Proben einen neuen Titel ein, welchen wir bei den kommenden Auftritten sicherlich präsentieren werden.

 

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Aber natürlich kamen auch andere Aktivitäten nicht zu kurz.
Bei der diesjährigen Mister- und Miss-FZ-Wahl, welche zuletzt vor vier Jahren durchgeführt wurde, gewannen in diesem Jahr Emily Bechert und Markus Junker. Sie werden nun ihren Titel mit Würde und Ehre tragen.
Auch beim Geländespiel, welches schon zur Probenlager-Tradition geworden ist, mussten die Mannschaften sich unter dem Motto „Musik“ schwierigen Aufgaben und Fragen stellen.
Es brachte nichtsdestotrotz eine Siegermannschaft hervor: Sigrid Korth, Rika Deichgräber, Victoria Trittel und Danny Hübner.
Die alljährliche Miniplaybackshow wurde in diesem Jahr in einem extra zur Verfügung gestellten Raum durchgeführt, sodass niemand die Chance hatte, uns zu belauschen.
Eröffnet wurde diese durch Nadine Prinz und Karsten Gebbert, welche ihre eigene Choreographie zu zwei Stücken durchführten.
Die Teilnehmer der Miniplaybackshow interpretierten ganz unterschiedliche Musiktitel, was für die Zuschauer viel Unterhaltung bedeutete.
Den Sieg holten sich die Jüngsten unserer Mitglieder: Cecilia Bechert, Elaine Bechert, Lena Hahn und Rika Deichgräber.
Aber auch alle anderen performten ihren Titel mit Bravur.
Die Nachtwanderung flößte (fast) allen große Angst ein, da es, trotz Taschenlampe, an Dunkelheit in diesem Jahr nicht mangelte.
Am Donnerstag gab es einmal einen probefreien Vormittag, da sich die Betreuer Sigrid Korth, Kathrin Koltzenburg und Susanne Bechert für einen Stadtbummel mit den Kindern entschlossen.
Und bald darauf merkten wir alle, wie schnell die Tage in Gemeinschaft und Zusammenhalt zu Ende gingen.
Am Abreisetag war das Stimmungsbarometer nahezu auf dem Nullpunkt; keiner wollte abreisen.
Eine Abschlussprobe, wie sie in jedem Jahr stattfindet, wurde natürlich auch wieder durchgeführt.
Mit zwei Titeln bedankten wir uns bei den Betreuern für Ihre Aufmerksamkeit, ihr Engagement und ihr Durchhaltevermögen, da es sicher nicht immer ganz einfach mit einer größeren Gruppe wie uns war.
Während den beiden Titeln konnte man bei vielen der Musiker einen abwesenden Blick beobachten. Sie waren bestimmt mit ihren Gedanken bei den zurückliegenden Tagen, denn es war wie immer eine tolle Zeit mit viel Spaß, Proben, Spielen…
Und man kann mit Sicherheit sagen, dass dem Ein oder Anderen auch eine kleine Träne die Wange hinunterlief, denn in dieser einen Woche vergisst man schnell den alltäglichen Rhythmus und lebt mit den anderen Mitgliedern ein anderes Leben. Ein musikalisches Leben.

Mit diesem Artikel möchten wir uns noch einmal ganz herzlich bei den Betreuern bedanken!
Zu vergessen sind aber auch nicht die ganzen Unternehmen aus Belzig, Brück und den umliegenden Dörfern, welche jedes Jahr für den Jugendfanfarenzug Belzig Preise zur Verfügung stellen. Danke dafür!

Karsten Gebbert
Jugendfanfarenzug Belzig e.V.
www.fanfarenzugbelzig.de